Waldbegang des Gundelsheimer Gemeinderats
icon.crdate28.04.2026
Am 21.04.2026 fand der erste Waldbegang des Gundelsheimer Gemeinderats mit dem neuen Revierförster Kai Hagenbruch statt. Gemeinsam mit Forstamtsleiter Armin Jacob und dem Gundelsheimer Jagdpächter Roland Tscharf wurden hierbei Zustand und Entwicklung des Stadtwaldes betrachtet sowie auf das Zusammenspiel von Jagd und Forstwirtschaft eingegangen. Herausforderungen für die Douglasie Der Stadtwald ist vom Laubholz dominiert und verfügt über einen Nadelholzanteil von derzeit etwa 14 %. Eine selten vertretene Baumart ist die Douglasie. Aufgrund ihres schnellen Wachstums und der im Vergleich zur Fichte höheren Klimastabilität war sie in der Vergangenheit eine beliebte Wahl bei Neupflanzungen. Doch auch die Douglasie leidet zunehmend unter Trockenschäden. Um hier entgegenzusteuern, sind im Stadtwald kleinere Versuchsflächen mit einer Douglasien-Herkunft aus den wärmeren Bereichen in Kalifornien vorgesehen, da diese an Wärme und Trockenheit besser angepasst ist. Ein Nachteil bleibt jedoch die geringe Artenvielfalt an der Baumart verglichen bspw. Mit der heimischen Eiche, daher wird sie auch weiterhin nur in geringen Anteilen und kleinflächigen Anbauten eingebracht. Waldumbau nach dem Borkenkäferbefall Steigende Temperaturen setzen vor allem der Fichte zu, die ursprünglich aus höheren Lagen wie dem Voralpenland stammt. Die geschwächten Bäume boten dem Borkenkäfer in der Vergangenheit leichtes Spiel, was zu großen Kahlflächen führte. Eine dieser Flächen wurde im vergangenen Herbst wiederaufgeforstet. Hierfür konnten Spendenmittel der Nussbaumstiftung genutzt werden. Dabei wurde auf eine bunte Mischung klimastabiler Laubbaumarten gesetzt, um den Stadtwald langfristig zu erhalten und anzureichern.
Waldbegang des Gundelsheimer Gemeinderats
Am 21.04.2026 fand der erste Waldbegang des Gundelsheimer Gemeinderats mit dem neuen Revierförster Kai Hagenbruch statt. Gemeinsam mit Forstamtsleiter Armin Jacob und dem Gundelsheimer Jagdpächter Roland Tscharf wurden hierbei Zustand und Entwicklung des Stadtwaldes betrachtet sowie auf das Zusammenspiel von Jagd und Forstwirtschaft eingegangen.
Herausforderungen für die Douglasie
Der Stadtwald ist vom Laubholz dominiert und verfügt über einen Nadelholzanteil von derzeit etwa 14 %. Eine selten vertretene Baumart ist die Douglasie. Aufgrund ihres schnellen Wachstums und der im Vergleich zur Fichte höheren Klimastabilität war sie in der Vergangenheit eine beliebte Wahl bei Neupflanzungen. Doch auch die Douglasie leidet zunehmend unter Trockenschäden. Um hier entgegenzusteuern, sind im Stadtwald kleinere Versuchsflächen mit einer Douglasien-Herkunft aus den wärmeren Bereichen in Kalifornien vorgesehen, da diese an Wärme und Trockenheit besser angepasst ist. Ein Nachteil bleibt jedoch die geringe Artenvielfalt an der Baumart verglichen bspw. Mit der heimischen Eiche, daher wird sie auch weiterhin nur in geringen Anteilen und kleinflächigen Anbauten eingebracht.
Waldumbau nach dem Borkenkäferbefall
Steigende Temperaturen setzen vor allem der Fichte zu, die ursprünglich aus höheren Lagen wie dem Voralpenland stammt. Die geschwächten Bäume boten dem Borkenkäfer in der Vergangenheit leichtes Spiel, was zu großen Kahlflächen führte. Eine dieser Flächen wurde im vergangenen Herbst wiederaufgeforstet. Hierfür konnten Spendenmittel der Nussbaumstiftung genutzt werden. Dabei wurde auf eine bunte Mischung klimastabiler Laubbaumarten gesetzt, um den Stadtwald langfristig zu erhalten und anzureichern.
Digitalisierung im Holzverkauf
Auch aus dem Holzverkauf gibt es neues zu berichten. So wurde im vergangenen Winter erstmals auch Brennholz aus Gundelsheim über die Online-Plattform Holzfinder vermarktet. Aufgrund des Übergangs ging das Brennholz hälftig über das bisherige Bestellverfahren und hälftig über Holzfinder an die Kunden. Die Bilanz aus dem ersten Jahr gestaltet sich positiv, die Mengen gingen gut auch über die Plattform an Gundelsheimer Brennholzkäufer. Die Abwicklung war hierbei unkompliziert.
Zukunft der Buche und Bedeutung von Habitatbäumen
Wie andere Baumarten auch gerät die Buche durch Hitze und geringe Niederschläge unter Druck. Ein deutliches Anzeichen ist das Absterben der Kronen, worauf der Baum oft mit der Bildung einer sogenannten „Sekundärkrone“ reagiert. Hierbei stellt sich in der Beförsterung oft die Frage, ob absterbende Buchen zwingend gefällt werden müssen. Da oft kaum noch verwertbares Wertholz vorhanden ist, bieten sich diese Bäume ideal als Habitatbäume an, die Insekten und anderen Tieren wichtigen Lebensraum bieten.
Jagd und Wildunfälle
Ein weiteres Thema war die Jagdstrategie. Die Abschusszahlen bei Rehen wurden im Revier erhöht, da die Zahl der Wildunfälle stark zugenommen hat, was auf eine hohe Rehwildpopulation schließen lässt. Die Jäger leisten hier einen wichtigen Beitrag, um sowohl die Unfallgefahr als auch die Wildschäden an jungen Bäumen zu minimieren. Auch die Bejagung von Wildschweinen ist im Fokus, sowohl um Schäden in der Landwirtschaft abzuwenden als auch um auf eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vorbereitet zu sein.
Bewährt hat sich auch die Bejagung in Schwerpunkten, welche in Koordination von Forst und Jagd die natürliche Verjüngung auch von besonders verbissgefährdeten Baumarten wie der Eiche ermöglichen.









